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Der Agrar- und Lebensmittelsektor steht vor der Herausforderung, Ammoniak-, Treibhausgas- und Nitratemissionen deutlich zu reduzieren und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähige Lösungen für eine nachhaltige Produktion und Verarbeitung zu entwickeln. Insbesondere im deutsch-niederländischen Grenzgebiet besteht ein großes Potenzial für grenzübergreifende Kooperationen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen. Häufig fehlen jedoch die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen, um innovative Ideen durch Machbarkeitsstudien zu prüfen und anschließend in marktfähige Anwendungen zu überführen. Der Interreg VI A Kleinprojektefonds FoodPlus setzt an dieser Stelle an und unterstützt die nachhaltige Transformation des Agrifood-Sektors.
Der Kleinprojektefonds FoodPlus fördert Machbarkeitsstudien und Innovationsprojekte, die zur Reduzierung von Ammoniak-, Treibhausgas- und Nitratemissionen im Agrar- und Lebensmittelsektor beitragen. Gleichzeitig stärkt das Projekt die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen kleinen und mittleren Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen Produkt-, Prozess- und Dienstleistungsinnovationen, aus denen skalierbare Lösungen für eine emissionsärmere Produktion und Verarbeitung hervorgehen sollen. Die geförderten Vorhaben konzentrieren sich auf die vier Themenfelder Präzisionslandwirtschaft, Lebensmittelverluste und Lebensmittelverschwendung, zirkuläre Lebensmittelsysteme sowie energieeffiziente Lebensmittelproduktion. Im Rahmen des Projekts sollen mindestens 65 Machbarkeitsstudien auf den Technologiereifegraden 4 bis 5 sowie 65 Innovationsprojekte auf den Technologiereifegraden 6 bis 8 umgesetzt werden. Insgesamt werden damit mehr als 130 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt. Ergänzend sind 18 öffentlich zugängliche Veranstaltungen und mehr als 50 Kommunikationsaktivitäten vorgesehen. Das Gesamtbudget des Kleinprojektefonds beträgt 9,55 Millionen Euro. Durch die geförderten Vorhaben sollen konkrete Innovationen in der deutsch-niederländischen Grenzregion umgesetzt und die Treibhausgas-, Ammoniak- und Nitratemissionen in der Agrifood-Produktion nachhaltig reduziert werden. Niedersächsische Unternehmen können sich für Informationen und eine Projektberatung an ihren regionalen Koordinator DIL wenden.

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