Forum der Fleischwirtschaft 2026: Hygiene und Lebensmittelsicherheit im Fokus
dfv-Verlag

Am 1. und 2. September trifft sich die Fleischwirtschaft in Quakenbrück. Beim DIL stehen aktuelle Anforderungen an Hygiene und Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt – von Listerien und Challengetests bis zu Eigenkontrolle, Prävention und digitaler Dokumentation.
Beim Forum der Fleischwirtschaft 2026, das der Deutsche Fachverlag am DIL veranstaltet, stehen am 1. und 2. September in Quakenbrück aktuelle Fragen der Hygiene und Lebensmittelsicherheit im Mittelpunkt. Neue Anforderungen im Umgang mit Listerien, belastbare Eigenkontrollen und praxistaugliche Hygienekonzepte zeigen, wie eng wissenschaftliche Erkenntnisse, regulatorische Vorgaben und betriebliche Praxis in der Fleischwirtschaft miteinander verbunden sind. Hygiene gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Lebensmittelproduktion. Für Unternehmen entscheidet sie nicht nur über Produktsicherheit und Verbraucherschutz, sondern auch über stabile Prozesse, die Vermeidung von Rückrufen und den sicheren Umgang mit mikrobiologischen Risiken. Gerade in der Fleischwirtschaft treffen dabei wissenschaftliche Erkenntnisse, regulatorische Anforderungen und betriebliche Praxis unmittelbar aufeinander. Diese Schnittstellen stehen beim Forum der Fleischwirtschaft 2026 am 1. und 2. September in Quakenbrück im Mittelpunkt. Unter dem Leitthema „Hygiene – Risiken erkennen und entschärfen“ bringt die Veranstaltung Fachleute aus Unternehmen, Analytik, Lebensmittelrecht, Verbänden, Überwachung und Technologie zusammen. Der fachliche Konferenztag findet am 2. September beim DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V. statt. Besondere Aktualität erhält das Thema durch die seit dem 1. Juli 2026 geltenden Änderungen der europäischen Vorgaben zu Listeria monocytogenes. Für bestimmte verzehrfertige Lebensmittel, die das Wachstum des Erregers unterstützen können, steigen damit die Anforderungen an den Nachweis der Produktsicherheit während der gesamten Haltbarkeitsdauer. Kann ein Hersteller gegenüber der zuständigen Behörde nicht nachweisen, dass der Grenzwert von 100 KBE/g während der Haltbarkeit eingehalten wird, gilt für die betroffenen Produkte das strengere Kriterium „in 25 g nicht nachweisbar“. Damit rücken unter anderem Haltbarkeitsbewertung, Challengetests, risikobasierte Prüfpläne und belastbare Eigenkontrollsysteme verstärkt in den Fokus. Das Programm des Forums greift diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Paul Andrei, Geschäftsführer des BAV Instituts, ordnet Listerien sowie EHEC und STEC mikrobiologisch ein und befasst sich mit den damit verbundenen Untersuchungen. Dr. Marcus Langen vom Dr. Berns Laboratorium richtet den Blick unter anderem auf Challengetests und wiederkehrende Fragestellungen im praktischen Umgang mit diesen Erregern. Die lebensmittelrechtliche Perspektive bringt Dr. Hanno Koerfer von Weyland & Koerfer ein. Aus Sicht der Branche ergänzt Horst Koller, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Wurst- und Schinkenproduzenten, die Diskussion. Dabei geht es nicht allein um Analytik und die Bewertung eines möglichen Befundes. Ebenso wichtig ist die Frage, wie mikrobiologische Risiken möglichst früh im Prozess begrenzt werden können. Dominik Scheffer von der M Food Group stellt hierzu Möglichkeiten von Schutzkulturen und biotechnologischen Ansätzen vor. Ulrike Stelzner, Geschäftsführerin der Bedford GmbH & Co. KG, bringt Erfahrungen aus dem betrieblichen Hygienemanagement ein. Jörg Brezl von der Quakenbrücker SLA Software Logistik Artland widmet sich der Fotodokumentation und Datenauswertung als Werkzeug für nachvollziehbare Hygieneprozesse. Eine weitere Perspektive kommt aus der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Dr. Bianca-Marie Weimar und Dr. Silke Möller vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) befassen sich mit der „(Amtlichen) Kontrolle der Eigenkontrolle – Nutzen und Wirkung“. Im Mittelpunkt steht damit eine für Lebensmittelunternehmen zentrale Schnittstelle: Wie müssen Eigenkontrollsysteme aufgebaut, umgesetzt und dokumentiert sein, damit sie Risiken wirksam beherrschen und zugleich einer behördlichen Überprüfung standhalten? Gerade bei der Lebensmittelsicherheit lassen sich viele Fragestellungen nicht isoliert betrachten. Mikrobiologische Bewertung, Produkt- und Prozessgestaltung, Analytik, Recht und behördliche Anforderungen greifen ineinander. Das Forum bringt diese Perspektiven an einem Ort zusammen. Als außeruniversitäres Forschungsinstitut arbeitet das DIL an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und industrieller Anwendung. Forschung und Analytik sind dabei ebenso Teil des Umfelds wie Produkt- und Prozessentwicklung sowie der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die betriebliche Praxis. Diese Verbindung bildet auch den Rahmen für den fachlichen Austausch beim Forum der Fleischwirtschaft. Der Dialog beginnt bereits am 1. September mit einer Betriebsbesichtigung bei Danish Crown Fleisch GmbH und dem anschließenden Branchenabend. Am 2. September folgt von 9 bis 16 Uhr der fachliche Konferenztag beim DIL in Quakenbrück. Neben den Vorträgen bietet das Forum Gelegenheit zum direkten Austausch zwischen Unternehmen, Wissenschaft, Dienstleistern und Überwachung. Im Mittelpunkt steht dabei eine gemeinsame Frage: Wie lassen sich Hygienerisiken früh erkennen, fachlich belastbar bewerten und so in betriebliche Prozesse übersetzen, dass Lebensmittelsicherheit dauerhaft abgesichert werden kann? Forum der Fleischwirtschaft 2026 Neue Anforderungen machen Hygiene zum aktuellen Branchenthema
Von Mikrobiologie und Recht bis zur betrieblichen Umsetzung
Austausch zwischen Forschung, Überwachung und Praxis
Veranstaltungsinformationen
Termin: 1. und 2. September 2026
Ort: Quakenbrück
1. September: Betriebsbesichtigung bei Danish Crown Fleisch GmbH und Branchenabend
2. September: Fachprogramm beim DIL Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik e. V., 9 bis 16 Uhr
Leitthema: „Hygiene – Risiken erkennen und entschärfen“Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung gibt es hier

Der DIL Technology Day bringt Forschung, Industrie und Anwendung zusammen.









